{"id":6,"date":"2018-06-04T10:19:25","date_gmt":"2018-06-04T10:19:25","guid":{"rendered":"http:\/\/mingtsao.net\/?page_id=6"},"modified":"2025-10-21T13:41:53","modified_gmt":"2025-10-21T13:41:53","slug":"bio","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mingtsao.net\/de\/bio\/","title":{"rendered":"Vita"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_1127\" style=\"width: 1213px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1127\" src=\"https:\/\/mingtsao.net\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Ming-Tsao-Canon-a-3.jpg\" alt=\"\" width=\"1203\" height=\"189\" class=\"size-full wp-image-1127\" srcset=\"https:\/\/www.mingtsao.net\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Ming-Tsao-Canon-a-3.jpg 1203w, https:\/\/www.mingtsao.net\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Ming-Tsao-Canon-a-3-300x47.jpg 300w, https:\/\/www.mingtsao.net\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Ming-Tsao-Canon-a-3-768x121.jpg 768w, https:\/\/www.mingtsao.net\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Ming-Tsao-Canon-a-3-1024x161.jpg 1024w, https:\/\/www.mingtsao.net\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Ming-Tsao-Canon-a-3-1000x157.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 1203px) 100vw, 1203px\" \/><p id=\"caption-attachment-1127\" class=\"wp-caption-text\">Ming Tsao, Canon a 3 (2014)<\/p><\/div><\/p>\n<p>Der Komponist Ming Tsao schafft aus einer Fokussierung auf die inh\u00e4renten Qualit\u00e4ten von Kl\u00e4ngen heraus \u2013 in seinen eigenen Worten ihre \u201eMaterialit\u00e4t\u201c \u2013 Musik mit einer ganz eigenen Sinnlichkeit. Mit seinem hoch pr\u00e4zisen Kompositionsstil, der von extremer formaler Strenge gepr\u00e4gt ist, entwirft er eine neue Konzeption f\u00fcr das Lyrische in der Musik unserer Zeit: Sie umfasst Br\u00fcche und vielf\u00e4ltige Perspektivwechsel, die unsere moderne Erfahrung hinterfragen. <\/p>\n<p>Viele Werke Ming Tsaos entspringen gleicherma\u00dfen seiner kritischen und tiefgr\u00fcndigen Analyse westlicher klassischer Traditionen und seiner Verbundenheit mit traditioneller chinesischer Musik. Das Format, in dem er diese Interessen zusammenf\u00fchrt, ist immer \u00f6fter die Oper. Aus zwei separaten Werken besteht seine zweiaktige Kammeroper <em>Prosperos Garten<\/em>: Das von der Staatsoper Stuttgart in Auftrag gegeben Werk <em>Die Geisterinsel<\/em> ist eine \u00dcberarbeitung von Johann Rudolph Zumsteegs gleichnamiger Oper \u00fcber Shakespeares Drama <em>Der Sturm<\/em> und <em>Mirandas Atemwende<\/em>, uraufgef\u00fchrt in Berlin, nimmt Sch\u00f6nbergs <em>Erwartung<\/em> als Ausgangspunkt f\u00fcr eine Erkundung von Sprache und Ausdruck, die sich auf die Gedichte von Paul Celan und J. H. Prynne konzentriert. Seine gro\u00df angelegte Oper <em>Mudan ting<\/em> (<em>Der Pfingstrosenpavillon<\/em>) ist eine Neubearbeitung der gleichnamigen chinesischen Kunqu-Oper aus der Ming-Dynastie, die 2026 am Nationaltheater Mannheim uraufgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Ming Tsaos Werke wurden von Ensembles wie dem Arditti Quartet, dem ELISION Ensemble, dem Ensemble ascolta, dem ensemble recherche, dem Ensemble KNM Berlin und dem Ensemble SurPlus auf Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, MaerzMusik Berlin, den Darmst\u00e4dter Ferienkursen, Wien Modern und den Wittener Tagen f\u00fcr neue Kammermusik aus der Taufe gehoben. In den letzten Jahren kamen unter anderem zwei Werke f\u00fcr gro\u00dfes Ensemble zur Urauff\u00fchrung: <em>Refuse Collection<\/em>, eine Reaktion auf das Oeuvre des franz\u00f6sischen Filmemacher-Paars Straub-Huillet, sowie <em>Plus Minus<\/em>, die erste vollst\u00e4ndige Umsetzung von Stockhausens gleichnamiger offener Komposition. Im Mai 2022 brachte das Ensemble Musikfabrik unter Emilio Pom\u00e0rico in K\u00f6ln die <em>Triode Variations<\/em> zur Urauff\u00fchrung, ein circa halbst\u00fcndiges St\u00fcck f\u00fcr 22 Instrumente, dessen Aufnahme 2023 auf dem Label Kairos erschien. Eine zweite Umsetzung von Stockhausens <em>Plus Minus<\/em> mit dem Titel <em>Plus or Minus<\/em> wird an den Wittener Tagen f\u00fcr neue Kammermusik 2025 mit dem GrauSchumacher Duo und dem Experimentalstudio Freiburg uraufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ming Tsao wurde in Berkeley, Kalifornien geboren. Sein Vater wanderte aus China, die Eltern seiner Mutter aus \u00d6sterreich. Er lernte Violine und Bratsche, bevor er nach China reiste, um in Suzhou bei dem ber\u00fchmten Virtuosen Wu Zhao-ji das Spiel auf der bundlosen chinesischen Griffbrettzither Guqin zu studieren. An seine Studien in Komposition am Berklee College of Music in Boston und in Ethnomusikologie an der Columbia University in New York schloss er ein Studium der Logik, Philosophie und Mathematik an. Seinen Ph.D. in Komposition erwarb er an der University of California in San Diego als Sch\u00fcler von Chaya Czernowin und Philipp Manoury und er studierte privat mit Brian Ferneyhough. Nachdem war er Professor f\u00fcr Komposition an der Universit\u00e4t G\u00f6teborg und Gastprofessor f\u00fcr Komposition an der Hochschule f\u00fcr Musik, Theater und Medien Hannover. Er hat ein <a href=\"https:\/\/www.gf.org\/fellows\/ming-tsao\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Guggenheim-Stipendium<\/a> in 2021 f\u00fcr Musikkomposition gewonnen. Im Jahr 2024 wurde er zum Birge-Cary-Professor f\u00fcr Musik an der University of Buffalo in New York ernannt.<\/p>\n<p>Eine Auswahl seiner Werke findet sich auf der Portr\u00e4t-CD <em>Pathology of Syntax<\/em> (Mode Records); beim Label Kairos Music sind zudem Aufnahmen von <em>Die Geisterinsel<\/em>, <em>Plus Minus<\/em> und <em>Triode Variations<\/em> erschienen. Eine f\u00fcnfte CD ist 2025 unter dem Titel <em>Plus or Minus<\/em> bei dem Label Neos erschienen. Verlegt werden seine Kompositionen von der Edition Peters. Ming Tsao wird weltweit von dem in Berlin ans\u00e4ssigen Karsten Witt Music Management vertreten.<br \/>\n<\/br><\/p>\n<p><span style=\"font-size:0.9em;line-height:0.9em\"><em>Wir bitten Sie, diese Biografie unver\u00e4ndert abzudrucken. Auslassungen und Ver\u00e4nderungen sind nur nach R\u00fccksprache mit dem Management Karsten Witt gestattet.<\/em><\/span><\/p>\n<p><\/br><\/p>\n<h3>Ausbildung<\/h3>\n<p>Doktorat in Musik Komposition (2000\u20132007)<br \/>\nUniversity of California, San Diego<\/p>\n<p>Masters in Mathematik (1995\u20132000)<br \/>\nSan Francisco State University<\/p>\n<p>Masters in Musikethnologie (1990\u20131992)<br \/>\nColumbia University, New York<\/p>\n<p>Bachelors in Musik Komposition (1985\u20131988)<br \/>\nBerklee College of Music, MA<\/p>\n<p>Austauschstudent in Chinesische Musik (1984\u20131985)<br \/>\nSuzhou University, China<\/p>\n<p><\/br><\/p>\n<p>Hauptmusiklehrer:<\/p>\n<p>Musik Komposition: Chaya Czernowin, Brian Ferneyhough, Philippe Manoury<br \/>\nElektronische Musikkomposition: Mario Davidovsky<br \/>\nGeige\/Bratsche: Ron Erickson<br \/>\nE. Bass: Joe Satriani, Bruce Gertz<br \/>\nGuqin (Chinesische Zither): Wu Zhao-ji<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Komponist Ming Tsao schafft aus einer Fokussierung auf die inh\u00e4renten Qualit\u00e4ten von Kl\u00e4ngen heraus \u2013 in seinen eigenen Worten ihre \u201eMaterialit\u00e4t\u201c \u2013 Musik mit einer ganz eigenen Sinnlichkeit. 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