
Ming Tsao
Mudan ting – Ein Gespenst geht um in China
Eine Oper in zwei Akten nach der chinesischen Geistergeschichte Der Päonien-Pavillon von Tang Xianzu (1598) und deren deutscher Übersetzung Die Rückkehr der Seele (1937) von Vincenz Hundhausen. Dies ist eine Oper, in der verschiedene Zaubersprüche zur Umkehrung der Zeit – umkehrbare Gedichte und Sternenkarten, Anagramme, Rätsel- und Mensurationskanons, retrograde musikalische Strukturen, irrationale Zeitmaße, serielle Beschwörungsformeln und polytemporale Konstellationen – auf traumatische Ereignisse angewendet werden, die grundsätzlich unumkehrbar sind.
30. September 2027 (Uraufführung)
2. Oktober 2027
3. Oktober 2027
Nationaltheater Mannheim
OPAL, Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
Mannheim, Deutschland
Mei Lanfangs Handgesten in der Rolle der Du Liniang aus dem Päonien-Pavillon von Tang Xianzu. Im Jahr 1937 weigerte sich Mei Lanfang aus Protest gegen die „Vergewaltigung von Nanjing“, die Rolle der Du Liniang weiter zu spielen.
Sieben geometrische Katastrophen, die den unumkehrbaren Fluss der Zeit in der Musik von Mudan ting – Ein Gespenst geht um in China strukturieren. (Sérend Hipe, LES 7 PILIERS DU PLATTISME: Seven mainstays of plattism; Laboratoire de l’IFPEA, 2022)
Die Figur Du Liniang aus Vincenz HundhausensDie Rückkehr der Seele (1937), die deutsche
Übersetzung von der Päonien-Pavillon. Du Liniang
malt ein Selbstporträt, bevor sie stirbt, und wird
später als Soldatin der Roten Armee während des
Langen Marsches wieder zum Leben auferstehen.
„Trostfrauen“ aus Nanjing während der „Vergewaltigung von Nanjing“ im Jahr 1937.
Bühnenbild – Anna Kirsch
Kostüme – Charlotte Werkmeister
Video – Lukas Eicher
Tontechnik – Thomas Schuler
Dramaturginnen – Cordula Demattio und Eszter Orbán
Du Bao (Bass) – Renatus Mészár
Liu Mengmei (Tenor) – Raphael Wittmer
Li Quan (Sprecher) –
Li Quans Frau (Sprecherin) –
Ensemble MusikFabrik
NTM-Orchester
Schola Heidelberg
ChorWerkRuhr
Camilla Bork (Professorin für Musikwissenschaft, Freie Universität)
Ute Holl (Professorin für Medienwissenschaften, Universität Basel)
Patrick Primavesi (Professor für Theaterwissenschaft, Universität Leipzig)
Hans Thill (Übersetzer und Dichter)